Anwalt Abfindung München


Die Beendigung eines Arbeitsverhältnisses kann aus Arbeitnehmersicht schmerzhaft sein. Sowohl emotional als auch finanziell. Zumindest Letzteres lässt sich unter bestimmten Voraussetzungen durch eine Abfindung abfedern. Als Ihr Anwalt für Abfindung in München erkläre ich Ihnen im Folgenden, um welche Voraussetzungen es sich dabei handelt und wie Sie am besten vorgehen.

Darf ich Sie vertreten?

Dr. Nils Bronhofer

Rechtsanwalt und
Fachanwalt für Arbeitsrecht und
Fachanwalt für Strafrecht

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Voraussetzungen für eine Abfindung

Gleich vorweg: Einen generellen gesetzlichen Anspruch auf Abfindung bei jeder Kündigung gibt es nicht. In folgenden Fällen haben Sie als Arbeitnehmer aber die Möglichkeit, eine Abfindung zu erreichen.

Gesetzlicher Anspruch auf Abfindung bei betriebsbedingter Kündigung

An einer einzigen Stelle sieht das Gesetz einen Rechtsanspruch auf Zahlung einer Abfindung vor. Dies ist in § 1a des Kündigungsschutzgesetzes geregelt.

Die Voraussetzungen für die Entstehung des Anspruches regelt das Kündigungsschutzgesetz in § 1a selbst. Danach muss der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer, der die Kündigung erhält, selbst im Kündigungsschreiben die Abfindung anbieten. Dies geschieht unter dem vom Arbeitgeber vorgegebenen Vorbehalt, dass der Arbeitnehmer gegen die erhaltene Kündigung keine Kündigungsschutzklage erhebt.

Das Gesetz regelt an besagter Stelle auch die Höhe der Abfindung: Sie beträgt 0,5 Bruttomonatsgehälter pro Jahr der Beschäftigung. Ist der Arbeitnehmer beispielsweise zehn Jahre beschäftigt und erhält ein monatliches Gehalt in Höhe von 3.000 €, so beträgt der Abfindungsanspruch nach § 1a Kündigungsschutzgesetz: 10 Jahre x 0,5 x 3.000 € = 15.000 €.

Welche Handlungsempfehlung kann ich als Anwalt für Abfindung geben, wenn Sie eine Kündigung erhalten haben, in der eine Abfindung wie hier beschrieben angeboten wird? Die Erfahrung zeigt, dass Arbeitgeber wie hier beschrieben nur dann vorgehen, wenn sie keine guten Gründe für die Kündigung vorweisen können und damit nach Erhebung einer Kündigungsschutzklage vor dem Arbeitsgericht keine guten Erfolgsaussichten haben. Es ist deshalb regelmäßig von Erfolg gekrönt, wenn man trotz des Angebotes auf Zahlung einer solchen Abfindung Kündigungsschutzklage erhebt. Nach Erhebung einer Kündigungsschutzklage innerhalb der dreiwöchigen Frist nach Zugang der Kündigung führen die Verhandlungen mit dem Arbeitgeber über die Höhe einer Abfindung in aller Regel zu einem höheren Abfindungsfaktor als 0,5 Bruttomonatsgehälter ¬– der Trojaner der Beschäftigung. Sicherlich, das Risiko trägt der Arbeitnehmer. Die Erfahrungswerte in der täglichen Praxis des Anwalts für Abfindung stützen aber diese Handlungsempfehlung.

Abfindung im Kündigungsschutzprozess

Nach Zugang der schriftlichen Kündigung muss innerhalb von drei Wochen Klage zum Arbeitsgericht erhoben werden. Spätestens in der Güteverhandlung wird die Frage zu beantworten sein, ob die Parteien einen Vergleich schließen oder das Verfahren streitig führen wollen. Der Arbeitgeber hat nicht nur ein Interesse daran, seine Personalpolitik sicher planen zu können, er möchte auch nicht monatelang mit dem Prozessrisiko leben, den Kündigungsrechtsstreit zu verlieren. Er ist also regelmäßig daran interessiert, seine Personalplanung zu sichern, gleichzeitig jegliches Risiko und die damit verbundene Unsicherheit auszuschließen. Um sich der beschriebenen Risiken zu entledigen, wird er bereit sein, eine Abfindung an den Arbeitnehmer zu bezahlen.

Wir empfehlen nach Zugang der Kündigung, sehr zeitnah die Erhebung der Kündigungsschutzklage. In aller Regel schicken wir der zuständigen Sachbearbeitung in der Personalabteilung eine Kopie unserer Kündigungsschutzklage und laden gleichzeitig zu konstruktiven Gesprächen ein. Dies schafft Vertrauen und kann zu raschen Verhandlungsergebnissen führen, von der in aller Regel beide Seiten profitieren können. Der Arbeitgeber hat zügig den Fall abgeschlossen, erspart sich hohe Anwaltskosten und ist vor diesem Hintergrund häufig bereit, eine höhere Abfindung zu bezahlen als zu einem späteren Zeitpunkt, zu dem sich die Atmosphäre verschlechtert hat und die ersten Kosten für das Unternehmen entstanden sind. Ist das Unternehmen nicht bereit, schon in dieser Phase des Kündigungsschutzprozesses eine Lösung zu finden, so kann die Strategie für den Gerichtsprozess der sich verändernden Situation angepasst werden.

Nach Erhalt einer schriftlichen Kündigung sollte die Kündigungsschutzklage dringend erhoben werden. Risiken hat der Arbeitnehmer keine. Auch Kosten entstehen ihm dann nicht, wenn er eine Rechtsschutzversicherung abgeschlossen hat. Durch die Erhebung der Klage wird nur der status quo der rechtlichen Ausgangssituation abgesichert - durch die Klageerhebung ist noch nichts gewonnen, aber vor allen Dingen kann sich die rechtliche Situation für den Arbeitnehmer nicht verschlechtern. Nach Ablauf der Frist von drei Wochen nach Zugang der Kündigung kann eine Kündigungsschutzklage nicht mehr erhoben haben mit der Folge, dass die schriftliche Kündigung das Arbeitsverhältnis beendet.

Abfindung durch Betriebsvereinbarung, Tarifvertrag oder Sozialplan

Bei größeren Restrukturierungsmaßnahmen, also einem umfassenden Personalabbau, ist das Unternehmen infolge des Betriebsverfassungsgesetzes gezwungen, mit einem vorhandenen Betriebsrat Verhandlungen über einen Sozialplan und Interessenausgleich zu versuchen. Der Sozialplan regelt die Kompensation der durch die Beendigung des Arbeitsverhältnisses für den Arbeitnehmer entstehenden wirtschaftlichen Nachteile. Deshalb finden sich Regelungen über die Berechnung und Höhe der Abfindung in diesen Situationen regelmäßig im Sozialplan. Der Sozialplan stellt eine Betriebsvereinbarung dar. Eine Betriebsvereinbarung gilt für das einzelne Arbeitsverhältnis unmittelbar und zwingend, vergleiche § 77 Betriebsverfassungsgesetz.

Besteht ein solcher Sozialplan, so hat der Arbeitnehmer das Recht, den Sozialplan einzusehen und daraus die Information entnehmen zu dürfen, ob er vom persönlichen Anwendungsbereich des Sozialplanes berechtigt ist, eine Abfindung verlangen zu dürfen.

Erhebt der Arbeitnehmer dennoch Kündigungsschutzklage, so steht ihm die Abfindung aus dem Sozialplan gleichwohl zu. Gewinnt er den Prozess, so behält er seinen Arbeitsplatz oder der Arbeitgeber erklärt sich bereit, eine höhere Abfindung zu bezahlen als im Sozialplan vorgesehen. Die Erhebung einer Kündigungsschutzklage ist bei Vorhandensein eines Sozialplans also frei von finanziellen Risiken.

Die Regelung von Abfindungsansprüchen in Tarifverträgen ist die seltene Ausnahme.

Einzelvertraglich vereinbarte Abfindung

Bisweilen sind der Anspruch auf eine Abfindung sowie deren Höhe auch in einem Einzelvertrag geregelt. Solche einzelvertraglichen Regelungen sind selten vorzufinden – wenn überhaupt, dann üblicherweise in Arbeitsverträgen von obersten Führungskräften und Organen einer Gesellschaft. Vertraglich vereinbarte Abfindungen im beschriebenen Sinne können im Rahmen einer präventiven Rechtsberatung bei der Begründung eines Arbeitsverhältnisses Gegenstand der Beratung sein.

Sehr häufig kündigen Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis nicht, sondern bieten ihren Arbeitnehmern den Abschluss eines Aufhebungsvertrages an. In einem Aufhebungsvertrag bietet der Arbeitgeber eine feststehende Abfindung an, im Gegenzug verpflichtet sich der Arbeitnehmer auf die Erhebung einer Kündigungsschutzklage zu verzichten. Auch hier gilt das oben Gesagte zu § 1a Kündigungsschutzgesetz: der Arbeitgeber bietet einen Aufhebungsvertrag in Verbindung mit einer dort niedergeschriebenen Abfindung in aller Regel nur dann an, wenn er für den Fall einer Kündigungsschutzklage ein höheres Prozessrisiko fürchtet. Als Handlungsempfehlung ist deshalb regelmäßig zu raten, einen Aufhebungsvertrag nicht ohne weitere Verhandlung zu unterschreiben. Als Anwalt für Abfindungen stellen diese Verhandlungen die tägliche Praxis dar.

Anspruch aufgrund betrieblicher Übung

Ein Anspruch auf Zahlung einer Abfindung aus sogenannter betrieblicher Übung kommt in der Praxis nahezu nie vor. Dieser Fall geht auf eine Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts zurück, wonach ein Unternehmen seine Mitarbeiter in Sachen Abfindung nicht willkürlich, also nicht völlig unterschiedlich behandeln darf. Wurden in der Vergangenheit stets Abfindungen gezahlt, so stünde dies auch einem heute gekündigten Mitarbeiter zu.

Häufig gestellte Fragen zum Thema Anwalt Abfindung München

Warum sollte ich einen Anwalt für Abfindung in München hinzuziehen?

Als Anwalt für Abfindung verhandele ich für Sie die Inhalte des angebotenen Aufhebungsvertrages, erhebe für Sie die Kündigungsschutzklage und kümmere mich um die Einholung der Deckungszusage der bestehenden Rechtsschutzversicherung. Aus meiner mehr als 15-jährige Erfahrung auch als Anwalt für Kündigung in München weiß ich, wie die kleinen, mittleren und auch die größten Unternehmen in München „ticken“ - ich kenne häufig deren interne Vorgehensweisen und weiß, welcher Arbeitgeber welche Abfindung üblicherweise und im Einzelfall bezahlt.

Was kostet ein Anwalt für Abfindung in München?
Nur im Ausnahmefall rechnen wir nach Aufwand ab, eine vereinbarte Vergütung für jede Stunde der anwaltlichen Tätigkeit ist Grundlage der Honorarabrechnung. Regelmäßig hingegen rechnen wir die gesetzlichen Gebühren ab, die das Rechtsanwaltsvergütungsgesetz vorgibt und die von der stehenden Rechtsschutzversicherung auch, wenigstens größtenteils, übernommen werden. Wir wissen, welche Gebühren die Rechtsschutzversicherung übernehmen muss, wir kümmern uns darum, dass Sie keine Honorardifferenzen selbst zu tragen haben. Den Dialog mit der Rechtsschutzversicherung sehen wir als Teil unserer Tätigkeit als Anwälte für Abfindungen.
Warum sollte ich Sie als Anwalt für Abfindung in München beauftragen?
Seit 2005 sind wir als Fachanwälte für Arbeitsrecht in München tätig, Rechtsanwalt Dr. Bronhofer ist seitdem ausschließlich im Arbeitsrecht tätig. Wir kennen die Unternehmen in München und Umgebung, wir kennen die dort handelnden Personen, wir wissen welches Unternehmen regelmäßig im Konfliktfall wie vorgeht. Schließlich kennen wir aus der täglichen und langjährigen Praxis die Rechtsanwälte und Kanzleien, die uns als Verhandlungsgegner gegenüberstehen. Als Mandant profitieren Sie von dieser umfassenden Erfahrung. Unser Ansehen und Ihre Empfehlung sind uns wichtig und treiben uns jeden Tag an.
Was macht einen guten Anwalt für Abfindung in München aus?
Erfahrung, Marktkenntnis, Netzwerk und eine gewisse positive Wahrnehmung der Person des Anwalts für Abfindung durch die Arbeitsgerichte sind aus unserer Sicht die Grundsäulen, die einen erfahrenen und somit auch in aller Regel erfolgreichen Anwalt für Arbeitsrecht ausmachen. Profitieren Sie aus mehr als 15 Jahren Berufserfahrung, messen Sie uns an Ihren Erwartungen.
Welche Erfolgsquote haben Sie als Anwalt für Abfindung in München?
Bei der Beendigung eines Arbeitsverhältnisses, die vom Arbeitgeber angestoßen wird, ist das Erreichen einer Abfindung nichts Unübliches, es ist die Regel. Wir wollen für Sie darüber hinaus aber nicht nur eine sehr gute Abfindung erreichen. Unsere Beratung verstehen wir auch dahingehend, dass wir Ihnen neben der Abfindungshöhe alternative Ziele aufzeigen, die den Wechsel aus dem zu Ende gehenden Arbeitsverhältnis hin zu einem neuen vereinfachen und optimieren. Unsere Beratung und Ihre anwaltliche Vertretung ist dann erfolgreich, wenn der Verlust des Arbeitsplatzes wirtschaftlich mehr als nur kompensiert ist und eine möglichst hohe Sicherheit dafür geschaffen wurde, zwischen zwei Arbeitsplätzen gar nicht erst arbeitslos zu werden.
Vertreten Sie mich als Anwalt für Abfindung in München auch vor Gericht?
Selbstverständlich. Die Mehrzahl der Trennungen von Arbeitsverhältnissen, egal ob durch Kündigung oder angebotenen Aufhebungsvertrag, führen über die Arbeitsgerichte. Als Anwälte für Abfindung stehen wir fast täglich vor den Münchner Arbeitsgerichten. Wir vertreten aber häufig auch überregional im bayerischen Raum und in ganz Deutschland.
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