Architektur und Urheberrecht


Christopher Langlotz

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Der urheberrechtliche Schutz der typischen Arbeiten eines Architekten bezieht sich auf Bauwerke, Teile von Bauwerken und Baupläne.

Wie in den anderen Bereichen des Urheberrechts auch entseht, das Recht alleine durch die Schöpfung eines Werks, das die erforderliche sog. Schöpfungshöhe besitzt. Der Architekt ist dabei nicht nur vor der Nachahmung seiner Entwürfe geschützt. Der Schutz bezieht sich mit gewissen Einschränkungen auch auf wesentliche Veränderungen und Entstellungen seines Werks. Der Architekt kann beispielsweise verbieten, dass in einem Treppenhaus eine den Gesamteindruck verändernde Skulptur o.ä. aufgestellt wird. Auch der Abriss von Teilen eines einheitlich entworfenen Ensembles von verschiedenen Gebäuden kann unzulässig sein.

Architekt und Bauherr können jedoch das Recht des Bauherrn, das betreffende Gebäde umzugestalten, vertraglich festlegen. Der Schutz besteht auch gegen die Veröffentlichung von Abbildungen urheberrechtlich geschützter Bauwerke und Teilen davon. Allerdings gilt hier die sog. Straßenbildfreiheit. Hiernach kann der Architekt nicht gegen die Vervielfältigung von Abbildungen vorgehen, die von öffentlichen Wegen, Straßen und Plätzen aus angefertigt wurden. Dagegen unterliegen Innansichten und Gebäudeteile, die vom öffentlichen Raum aus nicht einsehbar sind, dem uneingeschränkten Schutz des Urheberrechts.

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